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IP44 Schutzklasse Schalter & Steckdosen

Elektrische Geräte sind in IP Schutzklassen eingeteilt. Diese Klassen definieren, inwieweit die Geräte vor Schmutz und Wasser geschützt sind. Schalter & Steckdosen mit Schutzart IP44 sind für Feuchträume und den Außenbereich geeignet. Hier im Shop führen wir eine große Auswahl an Schalterpogrammen mit Schutzklasse IP44 und höher. Im folgenden Artikel sind alle betreffenden Schalterserien gelistet und Sie finden nützliche Tipps zum Thema Elektroinstallation im Außenbereich und Feuchträumen.

 

Was bedeutet IP?

Auf elektrischen Bauteilen wie Schalter & Steckdosen ist immer die IP Schutzklasse angegeben. Sie gibt Auskungt darüber, wie empfindlich das Elektromaterial gegen Feuchtigkeit sowie Berührung und Eindringen von Fremdkörpern ist.

Die Abkürzung IP bedeutet International Protection. Die nachfolgende erste Ziffer steht für den Schutz gegen Berührung und Fremdkörper, die zweite für den Schutz gegen Wasser. IP44 bspw. heißt also: geschützt vor Berührung mit Werkzeugen und Drähten mit einem Durchschnitt größer als 1 mm und Schutz vor Staubablagerung. Außerdem ist ein elektrisches Gerät mit einem Schutzgrad IP 44 gegen allseitiges Spritzwasser geschützt. Die folgende Tabelle liefert einen Überblick über alle IP-Schutzklassen mit ihren jeweiligen Eigenschaften.

IP-Schutzklassen

 

                                      erste Ziffer                                                                     zweite Ziffer

 Schutz gegen Berührung
Schutz gegen Fremdkörper
Schutz gegen Wasser  
 0Kein Schutz
Kein Schutz
0kein Schutz
 1Großflächige Körperteile
(z.B. Handrücken)
Große Fremdkörper
( Ø größer 50mm)
1Schutz gegen senkrecht fallenden Tropfwasser
 2Finger
Mittelgroße Fremdkörper
( Ø größer 12mm)
2Schutz gegen schräg fallendes Tropfwasser (bis 15 Grad)
 3Werkzeuge und Drähte
( Ø größer als 2,5mm)
Kleine Fremdkörper
( Ø größer 2,5mm)
3Schutz gegen Sprühwasser bis 60 Grad gegen die Senkrechte
 4Werkzeuge und Drähte
( Ø größer 1mm)
Kornförmige Fremdkörper
( Ø größer 1mm)
4Schutzgegen alsseitiges Spritzwasser
 
 5vollst. Berührungsschutz
Staubablagerung5Schutz gegen Strahlwasser
 
 6vollst. Berührungsschutz
Staubeintritt
6Schutz gegen starkes STrahlwasser
 
   7Schutz gegen zeitweises Untertauchen
 
   8Schutz gegen dauerndes Untertauchen
 

IP44 Steckdosen & Schalter - Schalterserien

Schalterprogramme Unterputz auf IP44 erweiterbar

Gira E2Gira E2

(erweiterbar auf IP44 mit speziellen Dichtungssets) 

 
 

Gira Standard 55Gira
Standard 55

(erweiterbar auf IP44 mit speziellen Dichtungssets)

 
 
 

Was ist bei der Elektroinstallation in Feuchträumen zu beachten?

Feuchtrauminstallation

Schalterprogramme, die in Feuchträumen wie Bad und Keller installiert werden, müssen vor dem Eindringen von Wasser und Staub geschützt werden. Diese Schalterserien haben die Schutzart IP44 (Spritzwasser geschützt). Solche Schalter und Steckdosen werden auch als Feuchtraum Schalter bzw. Feuchtraum Steckdosen bezeichnet. Sie haben eine zusätzliche Gummidichtung zum Schutz vor Wasser. Steckdosen können zusätzlich mit einem Klappdeckel versehen sein.

In Feuchträumen mit besonders hohen Anforderungen wie zum Beispiel Strahlwasser, sollten Schalterprogramme mit der IP-Schutzart IP65 verwendet werden.

Was für Schalterserien in Feuchträumen gilt, muss auch für alle anderen elektrischen Betriebsmittel, die bei der Installation verwendet werden, zutreffen (Klemmdosen, Kabel, Leuchten, etc.).

 

Verlegung von elektrischen Leitungen in Feuchträumen

In Feuchträumen sollten Sie mindestens Kunststoff- mantelleitungen NYM-J Kabel oder auch Erdkabel (NYY-J) verwenden. Sie sind auch für mittlere mechanische Beanspruchung geeignet. Besonders die Kabeleinführen können in Bad & Co. zu Schwachstellen werden. Wenn Kabel nicht sorgfältig eingeführt werden oder die Kabeldurchführungen zu groß ausgeschnitten werden, wird die erforderte Schutzart nicht mehr erreicht, die Folgen können Korrosion, Kurzschluss und ein tödlicher elektrischer Schlag sein. Deshalb ist bei der Kabeleinführung höchste Sorgfalt und Konzentration erforderlich.

Weitere Informationen zu Elektroinstallation im Bad

 

Elektroinstallation im Außenbereich

Für Elektroinstallationen im Außenbereich gelten besondere Anforderungen: ständige Temperaturwechsel, Niederschläge, hohe UV-Strahlungen, hohe Ozonwerte sowie besondere mechanische Beanspruchung. All das führt zu Materialermüdung und letztlich zum Ausfall der elektrischen Anlage. Es sei denn die Installation hat die entsprechende Schutzart und ist deshalb bestens für diese Umweltbedingungen geeignet und daher besonders langlebig.

Wichtig ist, dass die Außen Elektroinstallation von innen abschaltbar ist (separater Stromkreis) und dass die Steckdosen über einen FI-Schutzschalter abgesichert sind.

Geräte mit Schutzart kleiner IP44 sind nicht für die Installation im Außenbereich geeignet. Die Auswahl der geeigneten elektrischen Bauteile sowie die fachgerechte Installation sind entscheidend für das einwandfreie Funktionieren der Elektroinstallation für Garten, Terrasse und Balkon.

Natürlich nagt auch an den Lichtschaltern, Steckdosen für den Außenbereich der Zahn der Zeit: Dichtungen werden porös und irgendwann bahnt sich auch bei ansonsten wasserdichten elektrischen Bauteilen das Wasser seinen Weg ins Innere.


Schalterprogramme IP 54, IP55 & IP 66

Schalterprogramme IP 54, IP55 & IP 66

Elektroinstallation außenDann gibt’s einen Kurzschluss und die Installation könnte größeren Schaden nehmen. Deshalb gilt: Regelmäßige Prüfung der elektri- schen Anlagen im Außenbereich!

Die IP-Situation richtig einschätzen

Bevor Sie eine Elektroinstallation im Außenbereich vornehmen, müssen Sie die IP-Situation richtig einschätzen.

Befinden sich die Geräte ständig unter freiem Himmel und sind allen Witterungseinflüssen ungeschützt ausgesetzt, reicht IP 44 nicht mehr aus: Die Geräte sind dann teilweise über Wochen mit Wasser umhüllt. Gerade die Anschlussstellen zwischen Kabel und Stecker sind betroffen. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis das Wasser ins Innere des Gehäuses dringt. Oftmals werden Leitungen auch in Rinnen verlegt, in denen sich Wasser sowie Schmutz/Laub sammeln. Die Leitungen befinden sich dann tagelang unter Wasser. Hier benötigen Sie Geräte mit IP 68 (wasserdicht bei längerem Untertauchen).

Zusätzlichen Schutz vor Witterung erreichen Sie durch Abdeckungen und horizontale Installation. Für nicht genutzte Steckdosen gibt es Endkappen, um den Eintritt von Feuchtigkeit zu verhindern. Bei horizontal verlegten Kabeln kann das Wasser besser abfließen. Zusätzliche Drainage-Maßnahmen wie Kiesbett fördern den Wasserabfluss.

Tipp: zum Schutz vor Stromklau im Außenbereich gibt es abschließbare Außensteckdosen

 

Energiesäulen – sicherer Zugang zu Strom

 

Bevor Sie wild im Garten Stromkabel verlegen, sollten Sie über eine sogenannte Energiesäule nachdenken. Dabei handelt es sich um festinstallierte witterungsbeständige Säulen mit mehreren Steckdosen-Anschlüssen und z.T. integrierter Beleuchtung. Die Energieversorgung läuft über ein Kabel im Erdreich, das direkt mit dem 230V Hausanschluss verbunden ist.

Die Energiesäulen lassen sich auf fast jedem Untergrund im Außenbereich stabil montieren. Bei geringen Verlegetiefen von weniger als 60 cm kann es erforderlich sein, die Kabel durch Rohre zu schützen. Im Erdreich dürfen Leitungen nicht verlegt werden.

IP44 Schalter & Steckdosen

Bei IP44 Schalterprogrammen wird unterschieden zwischen Aufputz und Unterprutz Programmen. Aufputzprogramme haben Steckdosen mit Klappdeckel zum Schutz vor Wasser. Kontakte und Innenleben (Zentralscheibe, Unterputzdose) sind durch zusätzliche Dichtungen geschützt. Deshalb ist bei der IP44 Installation genauestens darauf auf die richtige Montage der Elemente zu achten.

IP44 Unterputz Schalterprogramme werden meistens im Bad eingesetzt. Auch hier sorgen Dichtungen und spezielle Materialien für den Wasserschutz. Viele herkömmliche Schalterserien sind zudem auf den Schutzgrad IP44 erweiterbar.

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