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Kindersicherung für Elektrik - Tipps & Produkte

Rund 120.000 Unfälle im Jahr erleiden Kinder unter 15 Jahren zu Hause, etwa 100 davon enden tödlich (Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.). Besonders gefährdet sind Kleinkinder bis 6 Jahre. Die häufigste Unfallart sind Sturzunfälle. Viel gefährlicher sind jedoch Unfälle im Zusammenhang mit Strom, Hitze und Rauch. Dadurch hervorgerufene Verletzungen sind oftmals dramatisch bis tödlich. Deshalb haben wir auf dieser Seite speziell für Eltern kleiner Kinder einige Tipps und Produkte zusammengestellt, die mehr Sicherheit für die Kleinen im Haus schaffen.

 
Produkte für mehr Sicherheit zu Hause

Steckdosen mit Kinderschutz

SCHUKO-Steckdosen mit integrierter Kindersicherung. Passend zu Ihrem Schalterprogramm.

Kinderschutz Steckdosen

Fehlerstrom Schutzschalter

FI-Schalter zum Schutz vor Stromschlag bei Berührung elektrischer Geräte.

FI Schutzschalter kaufen

Brandschutzschalter

Brandschutzschalter zur Verhinderung von gefährlichem Kabelbrand.

Brandschutzschalter kaufen

Rauchwarnmelder

Rauchmelder und Funkrauchmelder zur Warnung vor Brandrauch gemäß Rauchmelderpflicht.

Rauchmelder kaufen
 
Tipps für mehr Sicherheit zu Hause

Auf GS-Zeichen und VDE-Siegel bei elektronischem Spielzeug achten

GS-Zeichen
GS-Zeichen

Kinderprodukte müssen die Vorgaben der Spielzeugrichtlinie 88/378/EWG erfüllen. Diese umfasst physikalische, mechanische, elektrische und chemische Sicherheitsanforderungen an Spielzeug. Die Richtlinie schreibt vor, dass auf jedem Spielzeug die CE-Kennzeichnung angebracht sein muss. Das CE-Zeichen sagt aus, dass das Produkt den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der Europäischen Gemeinschaft entspricht und auf dem europäischen Markt eingeführt werden darf. Eine externe Sicherheitsprüfung vor Markteinführung ist jedoch nicht vorausgesetzt.

VDE-Siegel
VDE-Siegel

Eine bessere Orientierung für Verbraucher bietet das GS-Zeichen. Produkte mit GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) sind von unabhängigen Institutionen wie dem TÜV geprüft. Speziell für elektrotechnische Produkte gibt es das VDE-Zeichen vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.  Eine Sicherheitsprüfung für elektronisch betriebene Produkte ist in Deutschland nicht verpflichtend, so dass auch unsichere Produkte auf dem Markt sind.

 

FI-Schalter und Kinderschutzsteckdosen zum Schutz vor Stromschlag

Die Gefahr eines Stromschlags ist für Kleinkinder besonders hoch. Weil Sie neugierig sind, probieren sie alles aus und fassen alles an. Lebensbedrohlich wird das, wenn Gegenstände in Steckdosen gesteckt werden.

Für diesen Fall gibt es Steckdosen mit integrierter Kindersicherung nach VDE-Norm 0620-1. Absolut nicht zu empfehlen dagegen sind die Kinderschutz-Klebeeinsätze aus Baumärkten und Drogerien.

Den besten Schutz vor Stromschlag bieten FI-Schutzschalter, die in der Unterverteilung geschaltet sind. Sie funktionieren wie eine Sicherung: sobald ein Fehlerstrom etwa durch Berührung einer defekten Leitung entsteht, wird der Stromkreis innerhalb von Millisekunden unterbrochen. Im Gegensatz zu Sicherungen, die nur Leitungen und Geräte schützen, löst der FI-Schalter bei kleinsten Stromstärkedifferenzen aus (30 Milliampere). Seit 2009 ist der Einbau von FI-Schutzschaltern für alle Steckdosen-Stromkreise bei Neubauten Pflicht (DIN VDE 0100-410:2007). Seit 1984 ist der Einbau von FI-Schaltern für Bäder Pflicht (DIN VDE 0100-701:2008-10). Für Altanlagen gibt es jedoch keine Nachrüstpflicht.

Wie Sie Ihre Unterverteilung mit FI-Schaltern nachrüsten, erfahren Sie in unserem Elektro-Ratgeber. Dort erhalten Sie eine ausführliche Arbeitsanleitung zur Installation eines FI-Schalters. Eine Alternative zur Verkabelung im Verteilerkasten sind Steckdosen mit integriertem FI-Schalter (FI Steckdosen).

 

Sicherheitserziehung

Sicherheitserziehung für Kinder

Vorbild sein

Damit Kinder nicht zu Schaden kommen, sollten die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und nicht müde werden ihren Kindern den sicheren Umgang mit elektrischen Geräten zu erklären. Außerdem sollten defekte Elektrogeräte, Kabel und Steckdosen rigoros aus der Wohnung verbannt werden.

Auf Gefahren aufmerksam machen

Die Sicherheitserziehung ist Bestandteil der Erziehung im Kindergarten. Altersgerecht werden selbstständiges Verhalten, richtiges Reagieren im Umgang mit Materialien und Geräten, dem eigenen Körper und anderen Kindern eingeübt. Ale Eltern sollten Sie diese Maßnahmen unterstützen und zu Hause damit fortfahren. Machen Sie auf Gefahren aufmerksam und sprechen Sie einfache Verbote aus, zum Beispiel "heiß" - "nein". 

Kinder beteiligen

Beteiligen Sie Ihre Kinder beim Umgang mit Geräten (beim Kochen, Werkzeuggebrauch beim Basteln, etc). So lernen sie am besten, wie die Gerätschaften sicher benutzt werden. So fördern Sie die Selbstsicherheit Ihrer Kinder, anstatt Ängste zu erzeugen.

Bewegungsförderung

Auch Bewegungsförderung trägt dazu bei, das Unfallrisiko für Kinder zu reduzieren. Ausreichend und vielfältige Bewegung ist die Basis für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung. Kinder mit guten motorischen Fähigkeiten verunfallen seltener.

Umgang mit Feuer

Zur Sicherheitserziehung gehört auch die Aufklärung über den Umgang mit Feuer. Wer glaubt, dass die Kinder durch Brandschutzerziehung erst auf die Idee zum Zündeln kommen, denkt kurzsichtig. Denn nur ein Kind, das Bescheid weiß, kann in einer brenzligen Situation richtig reagieren.

» Weitere Informationen zur Unfallverhütung finden Sie auf www.kindersicherheit.de. In unserem Elektro-Ratgeber gibt es ein Experten-Interview mit der aktion pro eigenheim zum Thema Kindersicherheit bei der Elektroinstallation.

 

Gefahren erkennen und beseitigen

Unfallarten

Im Haushalt lauern sehr viele Gefahren auf Kinder: die heiße Herdplatte, die volle Badewanne, Werkzeug und Besteck, Klettermöglichkeiten, etc. Die häufigsten Unfallarten sind:

  • Sturzunfälle
  • Verbrennungsunfälle 
  • Erstickungsunfälle
  • Ertrinkungsunfälle
  • Schnittunfälle
  • Stromunfälle (rund 160 Tote durch Stromschlag im Haushalt pro Jahr)

Eine sehr gute Vorgehensweise um Gefahrenquellen für Kinder zu erkennen, ist die Wohnung aus Kindersicht zu betrachten. Gehen Sie in die Knie und auf Augenhöhe Ihrer Kinder. 

  • Was ist aus dieser Perspektive interessant?
  • Was können Sie (mit Hilfsmitteln) erreichen?

Gegenmaßnahmen

Um Kletterversuchen vorzubeugen, sollte das Lieblingsspielzeug der Kinder nicht gerade in Regalen verstaut werden. Schwere Gegenstände gehören immer auf dem Boden. Weitere Maßnahmen, um die Wohnung kindersicher zu machen,  sind:

  • Möbelkanten abpolstern
  • abschließbare Fenstergriffe und Balkontürgriffe
  • rutschfeste Teppiche und Läufer
  • Ordnung halten und Stolperfallen vermeiden
  • elektrische Leitungen unterputz verlegen
  • Backofen und Spülmaschine sichern
  • Putzmittel wegschließen
  • Elektrische außer Reichweite bringen

» Kommt es trotz aller Sicherheitsmaßnahmen zum Stromschlag, sollten Sie optimal vorbereitet sein und wissen, was zu tun ist. Lesen Sie dafür unbedingt in unserem Elektro-Ratgeber diesen Artikel: 
5 Rettungsmaßnahmen bei Stromschlag.

 

Rauchmelder sind Pflicht

Rauchmelder kaufen

In Deutschland sind Rauchmelder in allen Bundesländern Pflicht. Aus gutem Grund gehören die Melder in alle Schalfzimmer und Kinderzimmer. Nachts ist der Geruchssinn inaktiv. Rauch wird von schlafenden Personen nicht bemerkt. Bereits wenige Atemzüge des Rauchgases können verheerende Folgen haben.

Rauchmelder schützen Ihre Familie vor Rauchvergiftung. Wichtig dabei ist, dass die Geräte fachgerecht installiert und gewartet werden. Nur dann funktionen die Rauchwarnmelder ordnungsgemäß. 

» Weitere Informationen zum Thema Rauchmelderpflicht und Brandschutz erhalten Sie in unserem Rauchmelder Blog.

Fazit

Die größten Gefahrenquellen für Kleinkinder im Haushalt sind ungeschützte Steckdosen und Steckdosenleisten, kaputte Elektrogeräte, lose Elektrokabel oder Leitungen, die über Putz liegen, und Elektrogeräte im Bad. Grundsätzlich sollten solche Gefahrenquellen beseitigt werden.

Um Unfälle wirksam zu verhindern, sind Produkte wie kindersichere Steckdosen und FI-Schalter ein absolutes Muss. Zusätzlich sollten Kinder auf die Gefahren aufmerksam gemacht und altersgerecht im sicheren Umgang mit Gerätschaften und Gefahrenquellen geschult werden. So wissen die Kinder, wie sie sich in brenzligen Situationen verhalten müssen.

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