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Stromkabel für Ihre Elektroinstallation
 
 

Erdkabel verlegen

Erdkabel verlegen schematische Darstellung
Erdkabel verlegen schematische Darstellung

Wenn Sie Strom im Außenbereich benötigen, ist die Verlegung von Erdkabel die beste Lösung. In der folgenden Arbeitsanleitung erfahren Sie, wie Sie die Stromleitung sicher verlegen und welche Anforderungen für die E-Installation im Außenbereich beachtet werden müssen.

 

Atmosphärische Beleuchtung, Gartenteich mit Pumpe, Außensteckdosen für den Betrieb der Gartengeräte: Die Stromversorgung für Garten und Terrasse ist ein großes Thema. Die saubere und sichere Lösung, um Lampen an Gehwegen oder andere Verbraucher mit Strom zu versorgen ist das Erdkabel.

Es ist besonders stark isoliert und deshalb besonders vor Nässe, Frost und mechanischen Einflüssen geschützt. Außerdem muss es mehrere Dutzend Zentimeter im Erdreich vergraben werden. Wie Sie am besten dabei vorgehen, erfahren Sie hier in unserer Arbeitsanleitung für Erdkabel verlegen.

VIDEO: Strom im Garten

 

Anleitung Erdkabel verlegen

Experten-Tipp: Bevor Sie an der Hauselektrik arbeiten, sollten Sie immer die Sicherheitsvorschriften beachten. Dazu gehören auch das Abschalten der Sicherung und die Kontrolle mit dem Phasenprüfer.

 
 

1. Schritt

Machen Sie sich einen Plan, wo das Erdkabel verlaufen soll. An welchen Stellen wollen Sie etwa Bodenlampen aufstellen oder wo benötigen Sie Stromanschlüsse für andere Verbraucher oder für Steckdosen? Vorausschauend empfiehlt es sich Leerrohre zu verlegen, in die später bei Bedarf weiteres Kabel eingezogen werden kann.

2. Schritt

Nun heben Sie einen mindestens 60 cm tiefen Graben entlang der Linie aus, wo das Erdkabel verlegt werden soll. Der Boden des Grabens wird mit einer rund 10 cm hohen Sandschicht aufgefüllt.

3. Schritt

Auf der Sandschicht wird das Kabel verlegt. Am besten verwenden Sie PVC Leerrohre für die Kabel. Das hat zwei Vorteile a) ist das Erdkabel noch mehr geschützt und b) kann das Kabel ausgewechselt werden ohne es wieder ausgraben zu müssen. Um das Kabel durch das Leerrohr zu ziehen, verwenden Sie am Einziehspiralen.

4. Schritt

Ist das Kabel verlegt wird es mit einer zweiten 10 cm dicken Sandschicht bedeckt. Die obere Sandschicht wird speziellen Kabelhauben abgedeckt, die im Baumarkt oder beim gut sortierten Elektrikerfachhandel erhältlich sind.

5. Schritt

Als letztes wird über die Kabelhauben ein Warnband gelegt. Das hat die Funktion bei Erdarbeiten anzuzeigen, dass an dieser Stelle eine elektrische Leitung verläuft und äußerste Vorsicht geboten ist. Anschließend den Rest mit Erde wieder auffüllen und das Erdkabel ist fertig verlegt.

Welches Kabel benötige ich?

Grundsätzlich gilt, für den Außenbereich nur Erdkabel zu verlegen. Am besten verwenden Sie 5-adriges Erdkabel. Das hat den Vorteil, dass zusätzlich zur Steckdose auch noch eine Lampe oder ein anderer elektrischer Verbraucher angeschlossen werden können.

Erdkabel haben die Bezeichnung NYY. Es gibt sie mit unterschiedlich vielen Adern und in verschiedenen Querschnitten und Längen. Wie lang das Kabel sein muss, ergibt sich aus dem Verlegeplan. Welche Stärke (Leitungsqerschnitt) das Erdkabel benötigt ergibt sich aus der Länge und der Anzahl der Anschlüsse, die das Kabel mit Strom versorgt.

 

Formel zur Berechnung des Kabelquerschnitts: A = (I x p x L x 2) / Uv

Wenn Sie es nicht selbst ausrechnen können, lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten. Grundsätzlich gilt, dass das Kabel nie zu dick sein kann. Allerdings ist Erdkabel nicht gerade günstig.

Hinweise Elektroinstallation im Außenbereich

Für E-Installationen im Garten und auf der Terrasse gelten besondere Anforderungen. Elektrische Geräte, Bauteile und Kabel müssen besonders geschützt sein, weil Sie der Witterung ausgesetzt sind. Deshalb dürfen Sie nur geeignete elektrische Bauteile verwenden mit Schutzklasse IP44 und höher. Der IP Code gibt an, wie gut die Teile gegen Nässe und Fremdkörper geschützt sind. IP44 bedeutet Schutz gegen Nässe und Spritzwasser. Je höher der Zahlenwert, desto mehr Schutz.

Des Weiteren müssen Elektroinstallationen im Freien in einem eigenen Stromkreis untergebracht sein. Die Zuleitung für den Außenbereich muss also in der Unterverteilung separat geschaltet werden. Außerdem muss der Stromkreis für den Außenbereich mit einem Fehlerstromschutzschalter (FI) gesichert sein, der im Notfall (Kabel durchtrennt) sekundenschnell die Stromzufuhr kappt. Grundsätzlich empfiehlt es sich, für alle Stromkreise einen FI-Schalter zu installieren.

Elektrokabel oder Stromkabel bestehen aus mehreren Kupferadern, die einzeln isoliert sind. Die Isolationsschichten haben unterschiedliche Farben, damit man die Adern in ihrer Funktion unterscheiden kann. Spätestens, wenn Sie mal eine Deckenlampe installieren oder einen Schalter wechseln möchten, müssen Sie wissen, was diese unterschiedlichen Farben bedeuten.

 
 
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