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Stromkabel und Leitungen - Arten & Einsatzgebiete

Elektrische Leitungen bzw. Stromkabel werden aufputz oder unterputz verlegt. Sie werden wahlweise als Rohr-, Kabel- oder Stegleitungen (Flachleitungen) ausgelegt. Bei Unterputzleitungen ist darauf zu achten, dass diese erst nach einem Funktionstest verputzt werden. Im folgenden Artikel werden die verschiedenen Arten von Leitungen und ihre Einsatzgebiete erläutert.

Experten-Tipp: Bevor Sie an der Hauselektrik arbeiten, sollten Sie immer die Sicherheitsvorschriften beachten. Dazu gehören auch das Abschalten der Sicherung und die Kontrolle mit dem Phasenprüfer.

Rohrleitungen

Flexibles Rohr

Die meisten Elektroinstallationen sind mit Rohrleitungen verlegt. Bei älteren Rohrleitungen wurden häufig Stangenrohre verwendet. Dabei handelt es sich um feste PVC-Rohre mit einem Durchmesser von 13,5 mm bis 16 mm und Länge. 

Ideal für Freiverlegungen (Aufputz), da sie sich kaum durchbiegen und kaum Besfestigungspunkte benötigen. durch die glatte Innenwand lassen sich Leitungen ganz einfach durchziehen. Nachteil: Bei Unterputzverlegung müssen die Schlitze möglichst präzise sein, da man die Stangenrohre nicht biegen kann. Stangenrohre sind zudem teurer als flexible Kunststoffrohre.

Stangenrohr

Bei neueren Installationen wird mit flexiblen Rohren gearbeitet, die aus biegsamen Kunststoff bestehen. Diese Rohre vertragen Wärme gut und leichte mechanische Belastungen. Der Querschnitt bleibt stabil und verengt sich nicht. Auch diese Rohre haben einen Durchmesser von 13,5 mm bis 16 mm. Ideal für die flexible Unterputzverlegung. Nachteil: die Innenwände der Rohre sind gerillt. Dadurch lassen sich die Leiter meist nur mit einer sogenannten Einziehfeder durchziehen.

Flachleitungen (NYIF-J-Stegleitungen)

Stegleitung

Stegleitungen sind Flachleitungen und als Meterware erhältlich. In den Stegleitungen sind die stromführenden Leitungen bereits installiert. Es gibt sie als drei- oder fünfadrige Leitungen mit einem Leiterquerschnitt von je 1,5 mm².

Flachleitungen dürfen nur in Trockenräumen ohne weiteren Schutz unterputz verlegt werden. In Kellern sind sie nur für Innenmauern erlaubt. Flachleitungen sind etwa 3,8 mm dick und können sehr leicht unterputz verlegt werden. Denn Sie brauchen nur sehr wenig Platz, es muss nicht in das harte Mauerwerk geschlitzt werden. Die Flachleitungen werden dann mit speziellen Nägeln im Mauerwerk befestigt.

Installationskabel (NYM-J-Kabel)

NYM-J-Kabel 3-adrig
NYM-J-Kabel 5-adrig
 

Installationskabel sind pvc-ummantelte Kupferleitungen (3 bis 5-adrig) die aufputz oder unterputz verlegt werden können. Solche schmalen Installationkabel haben den Vorteil, dass sie unterputz nur einen schmalen Stemmschlitz zur Verlegung benötigen. Das spart viel Stemmarbeit. Dünner Kabelleitungen passen sogar in die Fugen von Fliesen.

Der Nachteil gegenüber Rohrleitungen besteht jedoch darin, dass bei Bedarf kein zusätzlicher Leiter mehr eingezogen werden kann.

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Welchen Leiter brauche ich?

Installationskabel gibt es 3-adrig und 5-adrig. Die Isolierung der Kupferleiter ist schwarz, blau, und grün/gelb. bei fünfadrigen Leitern sind meist zwei Adern schwarz, eine ist braun, eine blau und eine grün/gelb. Schwarz steht für die Phase, Blau für den Neutralleiter und Grün/Gelb für den Schutzleiter. Braun steht für die geschaltete Phase.

Je nach Belastung der Leiter brauchen Sie Leiter mit einem bestimmten Querschnitt. Je höher die Belastung, desto größer muss der Leitungsquerschnitt gewählt werden. Der Handel nimmt Ihnen jedoch aufwendige Berechnungen ab: Für das normale Hausnetz genügen Leiter mit einem Querschnitt zwischen 1,5 mm² und 2,5 mm². Für Großverbraucher wie E-Herd muss der Querschnitt 4 mm² betragen.

Kabel mit der Bezeichnung NYM-J / 3 x 1,5 mm² weisen darauf hin, dass es sich um Installationskabel, dreiadrig mit je einem Quersschnit von 1,5 mm², handelt. Diese werden in privaten Haushalten überlicherweise für Beleuchtung und Steckdosen verwendet. Wichtig: Je geringer der Querschnitt und je länger die Leitung, desto mehr Energieverluste entstehen in der Stromleitung. Das ist vor allem bei sehr langen Kabelleitungen nicht unproblematisch: Die Verluste entstehen pro Meter Länge und summieren sich also. Bei einer Stromzuleitung mit 25 m Länge entsteht bspw. so ein Leistungsverlust von über 58 Watt.

Kabelarten und ihre Verwendung

1,5 mm² für Beleuchtung und weniger belastete Steckdosen

2,5 mm² für schwer belastete Steckdosen (Wäschetrockner, Geschirrspüler, Heizkessel, etc.)

4 mm² für Elektroherde und stärkere Maschinen in der Hobbywerkstatt oder Garage

 
 

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