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Küchenplanung

„Jede Küche ist ein Unikat“

Küchenexpertin Carmen Paul über Küchenträume und ihre Verwirklichung

Für viele ist die Küche das Herzstück eines Hauses. Was macht eine schöne und praktische Küche aus?

Eine Küche als Teil der Wohnung ist in wie in allen Fragen der Einrichtung etwas ganz persönliches. Bezieht man das auf den Stil, mag es der eine lieber rustikal, der andere lieber modern. 

Die Küche ist ein Ort der Kommunikation, des Beisammenseins. Dies spielt bei der Küchenplanung eine zentrale Rolle. Der Trend geht – wenn es die räumlichen Bedingungen erlauben – stark in Richtung Wohnküche. Viel Platz zum Kochen und Essen steht bei vielen Kunden ganz oben auf der Wunschliste. Dazu soll die Küchenoptik mit den übrigen Möbelstücken harmonisieren. Wer sonst auf Modernität bei der Einrichtung setzt, tut dies also auch bei der Küche. Ein Stilbruch muss jedoch nicht zwangsläufig unharmonisch sein. Wie er sich am wohlsten fühlt, entscheidet jeder selbst. 

Für einen fließenden Übergang von Wohnbereich in die Küche empfiehlt sich eine reduzierte Optik. Schränke und Schubladen ohne Griffe lassen die Küche teilweise gar nicht aussehen wie eine Küche. Durch großzügig geschnittene Flächen und technische Highlights wie versenkbare Dunstabzugshauben wirkt die Küche insgesamt sehr aufgeräumt und bietet viel Raum zur Entfaltung.

Fazit:

Wohnküchen sind im Trend. Viel Platz zum Essen und Kochen soll vorhanden sein. Die Küche ist Mittelpunkt der Wohnung/des Hauses, ein Ort der Kommunikation.

Herd, Kühlschrank & Co.: Was ist bei der Küchenplanung hinsichtlich der Elektrogeräte zu beachten?

Wer es sich leisten kann und will, hat heute die Auswahl zwischen verschiedensten Küchengeräten. Das Kochen erlebt eine Renaissance. Für jede Zubereitungsart gibt es quasi ein Gerät. Beliebt sind große Kochfelder um in vielen und Töpfen und Pfannen gleichzeitig zubereiten zu können. Am liebsten als Induktionskochfeld, das spart Energie und Zeit. Die Temperatur kann sogar punktgenau eingestellt werden. 

Auch das Thema Home-Connect-Küche gewinnt an Bedeutung. Es handelt sich um Küchengeräte, die sich aus der Ferne via Smartphone oder Tablet steuern und kontrollieren lassen. So meldet der Kühlschrank mit Innenraumkamera beispielsweise, dass die Butter alle ist oder Sie speichern per Smartphone die Lieblingskaffeesorten Ihrer Gäste in Ihrem Kaffeevollautomaten. 

Bei der Planung der Küchengeräte müssen Sie entscheiden, was Sie benötigen bzw. gerne hätten. Kühlschrank, Herd und Geschirrspüler benötigen den meisten Platz. Die Aufteilung ist nach wie vor klassisch, aber auch hier sind kundenindividuelle Lösungen möglich. Weil es nutzerfreundlicher ist, werden Backofen und Geschirrspüler gern in Sichthöhe eingebaut. Für Kochprofis gibt es Backofen, Dampfgarer und Sous Vide Garer als Kombigerät zum Einbauen.

Vom Weinklimaschrank bis hin zu Vakumierschubladen – es gibt Küchengeräte für alle Bedürfnisse. Die Geräte gibt es sowohl einzeln als auch als Einbaugerät. 

Kunden achten verstärkt auf schonende uns gesunde Essenszubereitung. Deshalb hat z.B. der Dampfgarer die Mikrowelle nach unseren Erfahrungen überholt. Vor allem in Großstädten geht der Trend soweit, einen kleinen Kräutergarten direkt in der Küche zu halten.

Fazit:

Kochen und Essenzubereitung allgemein hat einen sehr hohen Stellenwert. Die Auswahl an (Hightech) Küchengeräten ist mittlerweile enorm. Bedienfreundlichkeit, z.B. Backofen in Sichthöhe, ist wichtig und das Thema Home-Connect-Küche gewinnt an Bedeutung.

Welche Materialien und Designs für Küchen gibt es und was passt zu welchem Einrichtungsstil?

Grundsätzlich werden bei Küchen drei Stilrichtungen unterschieden: Die klassische Küche mit klaren Linien und eher zurückhaltenden Farben, die Design-Küchen mit edlen Fronten und Oberflächen in reduzierter Optik und Landhausküchen mit feinen handwerklichen Details. 

Letztere stehen für eher für Nostalgie und eine gemütliche Atmosphäre. Klassische Küchen sind zeitlos elegant und funktional. Mit Design-Küchen können Sie Räume richtiggehend inszenieren. Die edle, aufs wesentliche reduzierte Optik zusammen mit tollen Lichteffekten ist ein echter Hingucker. 

Gefragt sind alle drei Stile gleichermaßen. Klassische Küchen mit magnolienweißen Fronten sind zum Beispiel beliebt wie eh und je. Natürlich können Sie auch kombinieren. Es gibt eine extrem große Vielfalt an Fronten, Arbeitsplatten, Schranksystemen und Ausstattungsmöglichkeiten.

Wichtig sind robuste und pflegeleichte Materialien. Das gilt besonders für die Arbeitsplatte, die am meisten beansprucht wird. Natürlich spielt dabei auch die Optik eine Rolle, denn die Arbeitsplatte nimmt mit die meiste Fläche der Küche ein. Echtholz ist nahezu kein Thema mehr. Trend sind Naturstein-Arbeitsplatten (Granit, Quarz) und Elementstein-Arbeitsplatten, die aus ca. 95 % Quarz und 5 % Bindemitteln bestehen. Durch diese Mischung und die Anreicherung mit Farbpigmenten können verschiedene optische Effekte erzeugt werden. 

Auch Arbeitsplatten aus Keramik sind besonders resistent und pflegeleicht. Viele Kunden wünschen sich filigrane Arbeitsplatten, die nur 13 bis 20 mm dick sind. Die setzen Unterschränke gekonnt in Szene. 

Welcher Küchentyp Sie sind, finden Sie am besten beim Besuch im Küchenstudio und im Gespräch mit Küchenexperten wie uns heraus. 

Letztlich ist jede Küche ein Unikat. Wenn sich jedoch Ihr Einrichtungsstil in der Ihrer Küche wiederspiegelt, dann ist es perfekt und sie wird zum Mittelpunkt Ihres Hauses.

Fazit:

Es gibt drei Stilrichtungen bei Küchen: Klassisch, Landhaus und Designküchen. Gefragt sind alle drei Stile gleichermaßen. Robust und pflegeleicht sollten die Materialien sein. Naturholz spielt keine Rolle mehr.

Carmen Paul, Geschäftsführerin küche perfekt bug

Carmen Paul leitet gemeinsam mit Ihrem Mann das Küchenstudio küche perfekt bug in Petersberg bei Fulda. Seit mehr als 20 Jahren ist Familie Paul der kompetente Ansprechpartner bei der Verwirklichung des persönlichen Küchentraums - für Kunden aus der Region und darüber hinaus. 

Küche perfekt bug steht für maßgeschneiderte Lösungen. Der große Erfahrungsschatz der Familie Paul sowie die enge Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern sorgen stets für eindrucksvolle Ergebnisse.

 
 
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Die Zahl der Küchengeräte hat zugenommen: Wie viele Steckdosen benötigt eine moderne Küche und was muss ich bei der Planung beachten?

Beginnen Sie frühzeitig mit der Küchenplanung, schon während der Bauphase. So wissen Sie, wie vieleSteckdosen Sie wo brauchen. Wollen Sie eine Küche mit Kochinsel, benötigen Sie Anschlüsse im Boden. Für Dunstabzugshauben mit Deckenmontage entsprechend Anschlüsse in der Zimmerdecke. 

Für die Anschlussplanung, auch von Wasser und Abflüssen, wird eine Planungssoftware verwendet, die alles schön visualisiert. Bedenken Sie, dass Sie für Geräte wie einen Teppan Yaki Grill bzw. Kombigeräte zusätzliche Starkstromanschlüsse benötigen. Der Dampfgarer braucht einen Festwasseranschluss, der gleichzeitig auch für Kaffeevollautomaten genutzt werden kann, damit dieser sich automatisch Wasser zieht. 

Zwischen sechs und acht Arbeitsteckdosen für den Betrieb von Mixgerät, Wasserkocher & Co. sollten Sie mindestens einplanen. Kalkulieren Sie die Steckdosenanschlüsse eher großzügig - für weitere Küchengeräte in der Zukunft. Hinzu kommen natürlich die Anschlüsse für die fest verbauten Küchengeräte. 

Und wenn das noch nicht reicht: Es gibt Arbeitsplatten mit versenkbaren Steckdosen, auch mit USB-Port zum Laden von Handys.

Fazit:

Die Küchenplanung muss beim Neubau frühzeitig in der Bauphase erfolgen. Was für Anschlüsse brauchen Sie und wie viele? Planen Sie die Arbeitssteckdosen eher großzügig. Für noch mehr Komfort sorgen versenkbare Steckdosen in Arbeitsplatten oder welche mit USB-Ladestation für Handy und Tablet.

Was empfehlen Sie bei der Küchenbeleuchtung: Wo sollten Lampen angebracht werden, um ausreichend Helligkeit aber auch eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen?

Die klassische Hängelampe ist nicht mehr so gefragt. Viele Kunden setzen auf Spots als Beleuchtungsmittel, zumindest was Neubauten angeht. 

Durch Spots lässt sich die Küche zielgerichtet beleuchten. Dadurch, dass die Leuchtmittel dimmbar sind oder im Falle von LEDs, die Licht in verschiedenen Farben abgeben können, lässt mit Spots auch wunderbar Atmosphäre in der Küche schaffen. 

Wenn nur eine Leuchte in der Deckenmitte der Küche vorhanden ist, können störende Schatten entstehen. Unangenehm wird es dann, wenn Sie sich selbst im Licht stehen. Durch das Anbringen von zusätzlichen Leuchten und den Oberschränken haben Sie gute Sicht auf die Arbeitsfläche. 

Bei Küchen mit Glasschränken lassen sich auch diese beleuchten oder ein weiteres Highlight wäre - besonders am Abend - die Sockelbeleuchtung. 

Ein wichtiger Hinweis: Wegen des Wasserdampfes müssen Leuchten in der Nähe des Herdes der Schutzklasse für Außenbeleuchtung entsprechen.

Fazit:

Für ausreichende und zielgerichtete Beleuchtung sind Spots ideal. Verwenden Sie dimmbare Leuchtmittel um unterschiedliche Stimmungen erzeugen zu können. Eine Oberschrankbleuchtung sorgt für gute Sicht auf der Arbeitsfläche und mit   Sockelbeleuchtung setzen Sie ein richtiges Highlight.

Welche Armaturen gibt es und was ist die passende für meine Küche?

Bei Küchenarmaturen haben Sie eine riesige Auswahl an Materialien, Formen und Funktionen. Achten Sie in erster Linie auf die verwendeten Materialien. Minderwertige Armaturen können Blei und Nickel an das Trinkwasser abgeben. Edelstahl ist perfekt. 

Farblich setzen 95% unsere Kunden auf den Klassiker, die verchromte Variante. Auch weil die Oberfläche besonders resistent und pflegeleicht ist. Bei den Designs haben Sie die Qual der Wahl. Es gibt verspielte, klassische und reduzierte Designs. Letztlich sollte die Armatur jedoch mit dem Stil der Küche harmonisieren. 

Auch funktional haben Küchenarmaturen viel zu bieten. Für Kochinseln bieten sich beispielsweise schwenkbare Ausläufe an. Hohe Ausläufe haben den Vorteil, dass Sie in der Spüle auch mal einen Eimer oder die Gießkanne befüllen können. Mit ausziehbaren Ausläufen sind Sie höchst flexibel und können bspw. den Topf neben an auf dem Herd auffüllen. Es gibt sogar Wasserhähne, die schon kochend heißes Wasser ausgeben. So können Sie direkt ihren Tee aufbrühen oder das Gemüse blanchieren. 

Für Spülen, die sich direkt unter dem Fenster befinden, gibt es die sogenannten Unterfenster Armaturen. Solche Wasserhähne lassen sich entweder in der Spüle versenken (Teleskop), umklappen oder einfach herausnehmen, wenn das Fenster geöffnet werden soll. Alternativ können Sie die Armatur auch direkt an der Wand anbringen.

Fazit:

Die Auswahl an Design und Funktionalitäten bei Armaturen ist groß. An alle Bedürfnisse haben die Hersteller gedacht, z.B. schwenkbare und ausziehbare Ausläufe. Es gibt sogar Wasserhähne aus denen schon kochend heißes Wasser kommt. Achten Sie auf hochwertige Materialien.

Stichwort Ergonomie: Wie muss meine Küche beschaffen sein, damit ideale Arbeitsbedingungen herrschen?

Die Faustregel besagt, dass zwischen angewinkelten Armen und Arbeitsplatte 15 cm Abstand sein sollten. Als Vorgabe sollte die Person gelten, die am meisten in der Küche arbeitet. Sie können natürlich auch einen Mittelwert für alle Bewohner bilden. 

Die Arbeitsgemeinschaft DieModerne Küche e.V. ist Fach- und Dienstleistungsverband der Küchenbranche. Die AG widmet sich dabei u.a. auch dem Thema Ergonomie. In modernen Küchen sind die Arbeitsbedingungen ideal und der Komfort wird groß geschrieben. 

Sie sind in Zonen aufgeteilt für optimalen Zugriff bis in die hinterste Ecke. Kurze Wege, eine angenehme Körperhaltung und flüssige Arbeitsabläufe sollen sichergestellt werden. Idealerweise hat die Küche drei unterschiedlich hohe Arbeitsbereiche: Die Spüle sollte ca. 10 cm höher liegen als der Kochbereich und die Vorbereitungsfläche wiederum 5 cm höher als der Kochbereich. So sind Rückenprobleme kein Thema mehr. 

Kurze Laufwege können am besten mit einer U-Form Küche mit Kochinsel realisiert werden. Einbau-Elektrogeräte wie Herd und Geschirrspüler sollten sich in bequemer Zugriffshöhe befinden. Mehr Platz zur Entfaltung erreichen Sie durch weniger Hängeschränke. Bei Oberschränken mit Klapp- oder Falttüren sind keine geöffneten Türen im Weg. 

Fehlenden Stauraum können Sie übrigens wunderbar durch Hochschränke, Speisekammern oder Rückraumnutzung bei Kochinseln kompensieren. 

Fazit:

Moderne Küchen sind in Zonen aufgeteilt, damit alles Griffweite liegt. Ideal ist auch, wenn die Arbeitsbereiche Spüle, Kochfeld und Zubereitungsfeld unterschiedliche Höhen haben. So werden Rückenprobleme vermieden. Mehr Platz zur Entfaltung erreichen Sie durch weniger Hängeschränke.

 
 

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